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Erst kürzlich machten Meldungen über einen erneuten chinesischen Hackerangriff auf Facebook die Runde. Traurig ist, dass erst Meldungen dieser Art das Thema Sicherheitsrisiken auf der Agenda der großen Netzwerkbetreiber weiter nach oben rücken.
Grundsätzlich steigern Technologien, die soziale Teilnahme fördern, auch das Sicherheitsrisiko. Durch den Austausch von Information können Viren oder SPAM sehr leicht verbreitet werden. Die Risiken die mit sozialen Netzwerken in Verbindung gebracht werden, können generell in drei Kategorien eingeteilt werden:
01. Ein direkter Hackerangriff auf ein Profil eines sozialen Netzwerks.
02. Nutzer laden mit Information unwissend schädliche Software auf ihre Computer.
03. Hacker gelangen durch Information, die sie durch soziale Medien erlangen, an Daten die ihnen den Zugriff auf ein Firmennetzwerk ermöglichen.
Mal ganz ehrlich! Wer von uns war noch nicht Opfer, zumindest von SPAM? Wagt man es z.B. einer Facebook-Gruppe nicht beizutreten, kann es schon mal passieren das man ca. 10 weitere Anfragen der Gruppe pro Tag erhält. Das ganze kann wochenlang so gehen. Das Interessante dabei ist, das soziale Netzwerke einem ermöglichen diese Belästigungen ganz ohne Software, sondern einfach manuell zu unternehmen. Wo sonst kann man seinen Müll vor so vielen Haustüren ausleeren? Viel interessanter ist aber, inwieweit diese Entwicklung Unternehmen von der Teilnahme an sozialen Medien abschreckt?
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Tyler Brûlé, Journalist, erlangte durch die Gründung der erfolgreichen und “weltumspannenden” Print-Magazine Wallpaper und Monocle Kultstatus. In einem Interview in der Zeit vom 07. Januar 2010, spricht er über die Entwicklung von sozialen Netzwerken, ihrer Relevanz in der Medienlandschaft und der Zukunft von investigativem Journalismus.
Das Interview

Nach dem immer aufwärtsgerichteten Trend der letzten Jahre im Allgemeinen und des Jahres 2009 im Speziellen, beschreibt Brûlé die Zukunft sozialer Medien eher negativ. Auf der einen Seite beklagt er sich über die Irrelevanz und die Qualität von user-generated content, auf der anderen beschreibt er das absackende Interesse der Öffentlichkeit an sozialen Netzwerken. Laut Brûlé, benutzen Menschen heutzutage Netzwerke wie z.B. Facebook lediglich, um sich ein Bild des Gegenübers in einem bevorstehenden Job-Interview im Voraus zu machen. Des Weiteren prophezeit er den Abklang des Interesses an beliebiger, ungefilterter und kostenfreier Information im Netz und die Rückkehr der Menschen zu solider, seriöser und kostenpflichtiger Berichterstattung. Aus dieser Sichtweise ergeben sich diverse Denkanstösse:
01. Eine Frage der Autorität
Betrachtet man die maßgebende Struktur von Massenmedien des 20. Jahrhunderts, ist die Verteilung der Autorität eindeutig. Institutionen der Kulturindustrie prägen öffentliches Interesse. Als Antwort auf das durch die Veränderung von Kommunikation durch digitale Medien neu entstandene Machtverhältnis, fordert Brûlé ein Zurückkommen zu einer “verlässlichen, der »göttlichen Stimme«”. Read the rest of this entry »