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Gestern ist unser Internet ausgefallen. Nach etlichen Versuchen, es wieder zum Laufen zu bekommen, habe ich aufgegeben und beschlossen, um den Tag dennoch einigermaßen produktiv zu gestalten, meine To-do-Liste nach Offline- und Online-Aktivitäten zu sortieren.
Bereits anhand der vielen Punkte unter “Online” und der weitaus überschaubareren Liste unter “Offline” traf mich die Realität wie ein Hammerschlag: ein Tag ohne Internet ist tragischerweise ein nahezu verlorener Tag! Etwas demotiviert, aber immer noch guter Dinge, machte ich mich an die Offline-To-do-Liste:
- Unser Leistungsportfolio für unseren Internetauftritt zusammenschreiben. Kein Problem, dachte ich, ich kann den fertigen Text ja später ins System übertragen und erstmal ganz klassisch in Word schreiben. Alle Überlegungen dazu haben wir ja bereits zusammengeschrieben, ich muss alles nur in eine ordentliche Form bringen. Wo hatten wir das noch mal gespeichert? Ach ja, in Google Docs als gemeinsames Dokument, nur kurz aufrufen und….ach ja, ohne Internet….verdammt! Na gut, dann eben zum nächsten Punkt:
- Angebot für eine Kundin schreiben. Auch das, dachte ich mir, geht problemlos ohne online zu sein. Vorlage öffnen und los gehts. Was wollte sie nochmal genau? Ach ja, sie hatte mir alles gestern in Skype geschrieben, das kopier ich mir schnell raus…oder auch nicht, denn auch Skype funktioniert natürlich ohne Internet nicht. Weiter in der Liste:
- Themen für meinen geplanten Blog ergänzen. Kein Problem, eine Liste hatte ich bereits angelegt, gefüllt mit Themen war sie auch schon ordentlich. An meinem MacBook klebte ein PostIt mit weiteren Stichwörtern zu Themen, die mir zwischendurch noch eingefallen sind. Ein weiteres Stichwort auf dem PostIt war: Facebook. So ein Mist, auch bei Facebook, hatte ich zusammen mit Freunden und Bekannten Themen und Ideen gesammelt, aber auch hier gilt: ohne Internet kein Zugriff.
Wie gesagt, die vermeindliche Offline-To-do-Liste war recht überschaubar. Und so gab ich mich geschlagen und sah ein, dass ich ohne Internet nicht fähig war, auch nur eine einzigen Arbeitstag zu überleben. Traurig, aber wahr.
Für jeden von uns ist es zur Selbstverständlichkeit geworden, nahezu jederzeit und überall Internetzugang zu haben, sei es mobil übers Handy, in Restaurants und Cafes über kostenlose WLans oder sogar schon in Zügen.
Uns ist gar nicht mehr bewusst, das nahezu jede Tätigkeit am Rechner direkt oder zumindest indirekt online verläuft.




